Die Sache mit der Eigenverantwortung, Praktika in norwegischen Betrieben und dem Wetter | Oktober 2017 – OUTDOOR COLLEGE

 

Die Sache mit der Eigenverantwortung, Praktika in norwegischen Betrieben und dem Wetter

Oktober 2017

Wir sind „mitten drin“ und „voll dabei“ im OC Leben. Gerne teilen wir unsere Erlebnisse mit Euch.

Ja, wir sind nun seit drei Monaten im OUTDOOR COLLEGE und das mit der „Verantwortung“ wird mehr und mehr von den Tutoren an uns OC'ler übertragen.
So fanden wir an einem frühen Morgen, nach dem Aufstehen, sämtliche Räume der Dr. Rolf Hoffmann Skole mit „Polizeiband“ abgesperrt. Wir hatten "die rote Linie" offensichtlich überschritten, denn diverse Bereiche in der Haushaltssorgfalt und -ordnung hatten wir so sehr vernachlässigt, dass uns mit dieser deutlichen Maßnahme auf das Chaos, die Unordnung und die teilweise zweifelhaften Hygienezustände, unsere noch verschlafenen Äuglein geöffnet wurden.
Es folgte unmittelbar eine riesige Aufräum- und Putzaktion, bevor wir unser Frühstück dann endlich gegen 14:00 Uhr einnehmen konnten und der Unterricht auf 21:00 Uhr verschoben wurde.

Im Englisch Unterricht hatten wir uns umfassend mit der anstehenden Praktikumswoche befasst, uns über die Betriebe, die zur Verfügung standen und uns interessierten, informiert. Wir haben ein Bewerbungsschreiben verfasst sowie ein simuliertes Bewerbungsgespräch mit unseren Tutoren geführt, um im Anschluss zu erfahren, in welchem Betrieb wir unser einwöchiges Praktikum absolvieren würden.

In der zweiten Oktoberwoche starteten wir mit unserer Trekkingtour im sonnigen Fjell. Nachdem alle mit den Autos in die Berge gebracht worden waren, wanderten zwei Gruppen hochmotiviert los, um ihr gemeinsames Ziel, die Hütte Taumevatn, zu erreichen.
Die Gruppe 1 folgte einem Wanderweg und die anderen schlugen sich, mit Karte und Kompass ausgestattet, durch die raue Natur.
Nach zwei wunderschönen Nächten mit Frost und Sonne trafen sich beide Gruppen an der Hütte. Alle hatten sich viel zu erzählen - die einen waren sogar durch Schnee gestiefelt. Viel zu bereden gab es auch, da die zweite Hälfte der Tour ohne Karte ablaufen würde. Beide Gruppen mussten allein mit dem Kompass und der mündlichen Beschreibung der anderen Gruppe den Weg zurück finden.
Allerdings wurde der Rückweg von viel Niederschlag und Wind erschwert. Die Gruppe, die am Wanderweg entlang ging hatte mit viel Regen und großer Nässe zu kämpfen. Deshalb war es nur hilfreich, dass sie sehr schnell wanderten und somit am letzten Tag mit fünf Kilometern zusätzlicher Strecke an einer weiteren Hütte, Sigurdshedlar, ankamen und ihre Sachen trocknen konnten.
Da die andere Gruppe mit Schneesturm und Orientierungsverlust zu kämpfen hatte, bekamen sie schlussendlich doch eine Karte und bemerkten, dass sie riesige Umwege gelaufen waren. Zum Ende der Woche kamen jedoch beide Gruppen unbeschadet am Zielpunkt an und wurden mit Bussen wieder zur Dr. Rolf Hoffmann Skole gebracht.

Nun folgte die Praktikumswoche, die so komplett anders war, als all die anderen Wochen, die wir hier bisher erlebt haben. Um von den Praktika zu erzählen, bräuchten wir 26 komplett unterschiedliche Berichte, da jeder von uns etwas anderes gemacht und erlebt hat. Wir können jedoch sagen: es waren tolle Erfahrungen, die wir alle gesammelt haben.

Und weiter ging es in das nächste Abenteuer, denn ein Teil unserer Gruppe ging von Dienstag bis Freitag auf eine Hütte, welche 13 Kilometer Fußmarsch von dem nahegelegenen Dorf Skreå entfernt liegt. Dort fand für sie der Schulunterricht statt – eine ungewöhnliche Atmosphäre, physikalische Versuche mit einfachen Mitteln auf einer Berghütte zu machen oder bei Kerzenschein, in gemütlicher Runde, die Deutsch-Lektüre zu bearbeiten.

Wir OC'ler haben bereits in den ersten Tagen hier in Norwegen festgehalten, wer etwas besonders gut kann. Während dieser Hüttenwoche fanden also zwei praktische Kurse, angeleitet von je einem OC'ler, zu seinem Thema statt.
Beispielsweise haben wir von einem unserer Mitschüler Atemtechniken & -übungen gelernt, die man für das Tauchen braucht. 

Halloween haben wir im Jugendtreff in Tonstad mit anderen, einheimischen Jugendlichen gefeiert und es uns anschließend in unserer kleinen Turnhalle gemütlich gemacht. Dort haben wir dann auch alle übernachtet. Die Zeitumstellung kam uns da gelegen....endlich einmal GANZ VIEL schlafen! ;-)

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