Vom „FC OC“, geänderten Touren und dem größten Wasserkraftwerk Norwegens | November 2017 – OUTDOOR COLLEGE

 

Vom „FC OC“, geänderten Touren und dem größten Wasserkraftwerk Norwegens

November 2017

Ziemlich viel los bei uns im OUTDOOR COLLEGE. Der November bietete wieder einige Herausforderungen für uns, von denen wir hier erzählen möchten...

Der Monat begann, wie er beginnen musste: Zimmerwechsel und Großputz standen an. Wir wechseln monatlich die Zimmerkameraden, um wirklich mal mit jedem (also natürlich getrennt bei den Jungs und Mädels) für einen Monat die Gemeinschaft in unseren Vier-Bett-Zimmern zu erleben. Solch ein Wechsel bringt verständlicherweise immer ein heilloses Chaos mit sich, wenn alle Klamotten aus den Zimmern, in den Flur und zurück auf die Zimmer gebracht werden.
Die beiden Schlafhäuser bieten nicht so wahnsinnig viel Platz aber am Ende findet so manch verlorene Socke sein Paar und andere Utensilien ihre Eigentümer wieder. Und nach ein paar Stunden „Alarm“ blitzt und blinkt es in allen Räumlichkeiten.

Bei einem Fußballturnier in Tonstad gegen die norwegischen Schüler der Gemeinde konnten wir unseren Sportgeist und Team-Spirit voll zeigen. Bei Flutlicht und extrem kalten Temperaturen trat der „FC OC“ mit viel Motivation und Eifer an. Unsere Trikots – Gamaschen als Schienbeinschoner, Neonleibchen mit Spielernummer – ungewöhnlich aber originell!
Wir haben leider haushoch verloren, unseren Fans auf der Tribüne und der Mannschaft war das jedoch egal: wir hatten einen riesen Spaß.

Die zweite Gruppe unserer OCler kam zu Beginn dieses Monats auch noch in den Genuss der Hütten-Unterrichts-Tage. Wie bereits im letzten Monat beschrieben, konnten wir auf einer Berghütte gemeinsam mit unseren Lehrern einige Themen in sehr besonderer Atmosphäre erarbeiten.

Zudem fuhren wir alle zusammen nach Stavanger – endlich mal wieder in einer Stadt, mit vielen Menschen sein! Wir besuchten das dortige Öl-Museum, welches wirklich interessant ist und uns die norwegische Geschichte und die Bedeutung des Öls gut näher brachte.
Im Anschluss schlenderten wir durch die Stadt und deckten uns mit den letzten, fehlenden Ausrüstungsstücken ein, um den norwegischen Winter zu überstehen.

Unsere Expedition in diesem Monat brachte uns zwar die Outdoor Trainer, die uns wieder begleiteten, diese waren jedoch unsere „Touristen“, genauso wie die beiden Huskys, die uns auf dieser Tour begleiteten. Somit hatten wir wieder ein bisschen mehr Eigenverantwortung, die Tour auszuarbeiten, das Sicherheitskonzept zu planen und Materialien für die Huskys – vom Futter bis zu Leinen – mit zu bedenken.
Umstände brachten uns zudem dazu, dieses Mal die Gruppen in eine reine Mädchen und Jungstruppe zu teilen. Es wurde schnell deutlich, wo besondere Qualitäten bei den jeweiligen anderen Teammitgliedern sind, die beide Gruppen durchaus vermissten und auszugleichen versuchten.
Die Wetterbedingungen waren jedoch ziemlich gut – wir wachten an einem Morgen mit ca. 20 cm Neuschnee um uns herum auf. Anstrengende Wanderungen durch das Fjell offenbarten so manch knisternde Spannung zwischen uns, die wir jedoch auf einer Hütte zum Ende der Tour, bei einem fantastischen Abendessen, aussprechen und klären konnten. Das tat gut.

Ein weiteres Highlight in diesem Monat bescherte uns der Besuch des größten und bedeutungsvollsten Wasserkraftwerk Norwegens. Dies liegt nämlich ganz bei uns in der Nähe und so wurden wir von dem Unternehmen Sira-Kvina eingeladen, uns das Kraftwerk anzusehen. Nach einem Vortrag zur Energiegewinnung über die Wasserkraft besichtigten wir die riesigen Turbinen, die mitten im Berg eingelassen sind.
Nicht unerwähnt soll das grandiose, typisch norwegische, absolut leckere und ausgiebige Buffet bleiben, über das wir uns zum Ende hermachen durften. Zum Dank gab es ein kleines Konzert von uns, da ein Klavier in dem Raum stand. Tusen takk – können wir nur sagen.

Der Winter ist hier nun richtig angekommen und wir haben SCHNEE. Somit konnten wir unsere ersten Versuche im Skilanglauf starten und uns mit diesen „Holzbrettchen“ vertraut machen. Die ausgiebige Schneeballschlacht durfte natürlich auch nicht fehlen – ist ja klar. Fast jeder wurde einmal eingeseift – Tutoren blieben davon nicht ausgeschlossen.
Nun freuen wir uns auf eine hoffentlich weiße und wundervolle Adventszeit.

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