Von Adventskalendern, der Weihnachtszeit im OC und Schneeballschlachten | Dezember 2017 – OUTDOOR COLLEGE

 

Von Adventskalendern, der Weihnachtszeit im OC und Schneeballschlachten

Dezember 2017

Begrüßt wurden wir am 1. Dezember von einem liebevoll selbstgemachten Adventskalender unserer Eltern und dem eigenen von uns, für den jeder OC’ler ein Päckchen gestaltet hatte.

Fast jeden Morgen öffnete ein geloster Schüler unseren Adventskalender und abends den der Eltern. Mitsamt unserem neuen Job in dem Schafstall, den wir nun komplett regeln, übernahmen wir die Schule für 2 Wochen. Die Schulübernahme begann erstmal mit der Vorbereitung für das Juletrefest, eine Tradition des OUTDOOR COLLEGE, das am 2. Advent stattfinden sollte.
Die Schule verwandelte sich in eine Wichtelwerkstatt, wo die Wichtel Tag und Nacht an ihren Kunstwerken arbeiteten, werkelten oder für ihre große Show probten. Hier und da wurden noch die letzten Vorbereitungen getroffen, bis die ganze Schule im Weihnachtsfieber war und jeden ansteckte. Nachdem alle OC’ler zur Probe schon einmal geschminkt wurden (neben dem Ponyreiten, einer Winterolympiade, einer Bastelecke, Wikingerschach, einem kleinem Weihnachtsmarkt und Kaffee & Kuchen gab es nämlich auch Kinderschminken) kam der große Tag.
Am Morgen begaben sich alle auf ihre Posten, die Ponys wurden geholt und es ging los… 150 Besucher später klang der Tag mit der Show und Kaffee & Kuchen gemütlich aus. Doch für uns OC’ler war das Ende aber noch lange nicht gekommen… mit viel Musik und Tanz feierten wir das gut gelungene Fest, bis wir erschöpft, aber glücklich auf unserem Matratzenlager in der Turnhalle einschliefen.

In der nächsten Woche kehrte wieder Normalität ins OUTDOOR COLLEGE zurück. Dennoch fand am Freitag, den 14. Dezember, ein Ball in der Tonstad Skole, zu dem wir eingeladen waren, statt.
Nach einer kleinen Panne bezüglich der Kleidung wurde der Abend doch noch ganz lustig und schön. Doch wie jeder Abend hatte auch dieser ein Ende…

Vor einigen Wochen bekamen wir die Einladung von der Huskyfarm, das darauf folgende Wochenende die Sauna benutzen zu dürfen und auf dem Gelände zu übernachten. Mit Schlafsäcken und Fleece-Inlets bepackt ging es am Samstag auf die Huskyfarm. Dort wurde auch der Rekord von 12 Minuten in Badebekleidung im Schnee bei minus 15°C aufgestellt. Danach ging es schon bald in die Schlafsäcke, in denen doch so mancher OC’ler mit der Kälte zu kämpfen hatte.
Am nächsten Morgen wurden wir von den Bussen abgeholt und nach Egersund zum Weihnachtsmarkt gefahren, wo wir mehrere Stunden bei Schneeregen und -matsch über den Markt bummelten. Der Eine oder Andere kaufte noch ein Weihnachtsgeschenk. Und so endete auch die Schulübernahme. Mit Dauerbeschallung, Kerzenschein beim Essen und vielen Plätzchen starteten wir in die Weihnachtswoche.

Bis Sonntag war noch einiges zu erledigen und das Haus wimmelte vor Aktivitäten. Mehr als einmal ging es raus zu einer spontanen Schneeballschlacht. Leider musste das Wetter die alljährliche Tradition einhalten, sodass es an Heiligabend regnete. So wandelte sich der vorher tiefe Schnee nach und nach in Schneematsch um. Der Tannenbaum wurde geschmückt und auch die Turnhalle wurde nicht von unserem Weihnachtsfieber verschont, sondern verwandelte sich in einen gemütlichen Raum, in dem wir Weihnachten voll und ganz genießen konnten. Die letzten Plätzchen wurden gebacken und das Weihnachtessen vorbereitet.
So Mancher hatte in dieser Nacht kein Auge zugetan, doch um 10 Uhr gab es dann schon einen ersten Eindruck vom Weihnachtstag… Frühstück mit vielen Leckereien und Plätzchen. Am Morgen gab es noch ein paar Komplikationen zu klären, was die weihnachtliche Stimmung herunterzog, doch nach einem Spaziergang, dem norwegischen Gottesdienst und dem Weihnachtsessen, für das einige fast 5 Stunden in der Küche standen, war sie wieder da.
Nun kamen wir zum Höhepunkt des Tages: der Bescherung! Jeder bekam ein Geschenk von seinem Wichtel und die Geschenke der Familie. Alles endete in einem gemütlichem Vorzeigen der Geschenke und vielen Danksagungen. Es wurde viel gelacht, umarmt und es fühlte sich an wie in einer Familie… unsere OC-Familie!!!

Am nächsten Morgen wurde viel aufgeräumt, doch der für Dienstag geplante Tourenaufbruch wurde wegen des Wetters auf Mittwoch verschoben. Auch diese Ansage hat uns nicht aus dem Konzept gebracht, auf den Sofas in der Turnhalle zu sitzen und zu quatschen oder auch ein Buch zu lesen. Noch mehr Weihnachtsstimmung kam bei der anschließenden Telefonzeit auf, als wir allen Zuhausegebliebenen frohe Weihachten wünschten und uns für die tollen Geschenke bedankten.

Über die Nacht kam unser Outdoor Trainer aus Deutschland mit einem Hospitanten. Mit ihm verbrachten wir den ganzen Vormittag in einer ernsten Besprechung über die vorher erwähnten Komplikationen. Nun war es an der Zeit, die Schule für die Tour vorzubereiten. Das heißt einmal Schnellputz durch die gesamte Schule. Der nächste Tag fing stressig an… in eineinhalb Stunden Abspülen und die letzten Sachen einpacken. Dann ging es für die eine Gruppe nach Haugen und die zweite Gruppe startete von hier. Beide Gruppen bekamen den Auftrag, jeweils zum Startpunkt der anderen zu gelangen. Es gab wider allen Erwartungen doch Schnee, doch trotzdem war es nicht genug, um mit Schneeschuhen oder Ski die Strecke zu bewältigen. Deshalb sattelten wir alle unsere Rucksäcke und stapften über Berge und Flüsse, folgten Tälern und so Mancher verbrachte seine Nächte frierend in seinem Schlafsack.

Doch letztendlich kamen alle Schüler am Freitag wohlbehalten im OUTDOOR COLLEGE an und wurden mit heißem Tee begrüßt. Die letzte Tour in diesem Jahr ging also auch zu Ende und uns blieb nur noch, die Silvesterparty vorzubereiten. Diese ist nun, am Samstag, schon geplant und wartet noch darauf, morgen umgesetzt zu werden. Jeder von uns macht sich schon Gedanken über Zuhause, manchmal wehmütig oder auch ein bisschen froh, das neue Jahr ohne die Eltern zu begrüßen. Trotzdem sind wir bereit, morgen richtig durchzustarten!!!

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