Wir sind wieder da! | August 2017 – OUTDOOR COLLEGE

 

Wir sind wieder da!

August 2017

Von zu lange wach gebliebenen Jugendlichen, effektiver Küchenarbeit und der Tatsache, dass Strömung von hinten besser ist als von vorne....

Woche 1: Montag; 6:30 Uhr, Lunde: 26 Schüler - 14 Jungen und 12 Mädchen - kamen teils müde, teils aufgedreht, aber alle voller Vorfreude nach ca. 14 Stunden Busfahrt im OUTDOOR COLLEGE in Sirdal an. Während die einen sich noch den Weg in Richtung Bett bahnten (vom Treffpunkt geradeaus, das dem Geschlecht zugehörige Haus ausfindig machen, Schuhe aus, das eigene Zimmer finden, sich über die Zimmernachbarn ärgern (Spaß!), dazu noch die dauerhafte Belastung des eigenen Gepäcks - alles Stress für einen knapp 30 Stunden lang aufgebliebenen spätpubertierenden 14-jährigen) waren die anderen schon begeistert das OC am Erkunden. Der Montag wurde mit einer im strömenden Regen stattfindenden (was die allgemeine Stimmung jedoch nicht trübte) “Stadtrallye” abgerundet. Am Dienstag hieß es auf zu einem “Wander-Schnuppertag” - eine ca. einstündige Wanderung zum 300 Meter höher liegenden Bergsee. Dort angekommen gab es erstmal ca. 2 Stunden baden, angeln und essen am Lagerfeuer. Danach schleppten sich alle OC’ler wieder zurück in ihre Betten. Während Mittwoch, Donnerstag ziemlich ereignisarm verliefen und der Freitag nur aus Tourvorbereitung bestand, ging es übers Wochenende eben auf das, für das man sich am Freitag so intensiv vorbereitet hatte, die Wochenendwanderung. In Staffeln á 6-7 Personen machten sich alle auf den Weg für die 7km lange Etappe des ersten Tages. Am Ziel angekommen bauten wir die Tarps auf, kochten Essen und hackten Holz für das Lagerfeuer. Sonntags machten wir uns, vom Regen geweckt und mit Porridge gestärkt, auf die ca. 15 km lange zweite Etappe. Zu Hause angekommen gab es dank der Küchencrew Kaiserschmarrn und Brot mit allerlei Aufstrich. Alles in allem ein guter Start in den 4. OC-Jahrgang.

Wir feierten die zweite Woche im OC und damit gleich auch die Ankunft unseres Kochs. Er zeigte uns genau, wie wir in der Küche effektiv arbeiten können und mit z.B. dem Geschirr nicht durcheinander kommen. Am Donnerstag war zum ersten Mal in Sirdal wirklich gutes Wetter, welches wir sofort nutzten und zu einer spontanen Übernachtung im Wald aufbrachen. Im Wald war es bis auf die vielen Moskitos vollkommen perfekt. Wir schliefen ohne Zelte, nur mit Bodenplanen unter den Isomatten.

Es begann Woche 3, somit mussten wir bestürzt feststellen, dass nach der großen Kajaktour der erste Monat ja schon fast vorbei war (die Zeit vergeht hier wirklich sehr schnell). Nach stundenlangem Packen und Aufladen der Kajaks ging es dann endlich los. Nach der ca. 1 ½ stündigen Anreise bekam die Tour direkt das gewisse Sahnehäubchen als Gruppe 2 freudig bemerkte, dass sie fast den gesamten Brotaufstrich zuhause im Kühlschrank vergessen hatte. Wir leben allerdings nach dem Motto, dass wir mit dem auf Tour gehen, was wir dabei haben und die Konsequenzen selber tragen müssen - also kein Aufstrich. Danach ging es zum Kentertraining, das, dank einstelligen Wassertemperaturen, sehr freudig durchgeführt wurde. Wir überlebten es (wenn auch mit leicht klappernden Zähnen. Leicht…)
Am nächsten Tag fuhren wir sehr aufgeregt los, mussten allerdings von dem beabsichtigten Ziel wegen starker Strömung und schlechtem Wetter abweichen. Am nächsten Tag herrschte Gottseidank ein herrliches Paddelwetter, sodass wir mehr als 20 Kilometer fuhren - dies führte dazu, dass wir erst um halb 2 Uhr nachts in unserem Schlafsack lagen. Der Rest der Tour verlief vergleichsweise normal, das Wetter war gut und die Laune auch. Wieder zurück wollten natürlich alle duschen, mussten allerdings vorher ihr Gepäck ausladen und das Material aufklaren.

In Woche 4 waren alle noch erschöpft von der Kajaktour. Wir genossen das Gefühl, wieder in einem Stuhl zu sitzen und “normales” Brot zu essen. Mehrere Leute litten allerdings noch unter einem Porridge-Nudel-Trauma, sodass der Essensplan verflucht wurde, weil er Nudeln mit Pesto vorsah. Der normale Alltag setzte wieder ein, allerdings gab es nun auch im OC eine Neuheit: Jeden Tag gehen 6-7 Schüler zu den Huskys, füttern sie, trainieren sie und putzen die Käfige. Am Dienstagabend gingen alle zusammen zur Huskyfarm und verbrachten dort einen Abend mit Würstchen und übriggebliebenen Maultaschen vom Mittag.

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